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Hanka verpasst WM-Medaille knapp
3. Februar 2011
Starker Auftritt vor 25.000 Zuschauern
30.01.2011
St. Wendel (rad-net) - Hanka Kupfernagel hat eine Medaille bei der Cross-WM knapp verpasst. Die 36-Jährige belegte den undankbaren vierten Platz. Unterdessen verteidigte die Niederländerin Marianne Vos ihren WM-Titel und wurde als erste Frau überhaupt zum dritten Mal in Folge Cross-Weltmeisterin. Die Silbermedaille holte sich die Amerikanerin Katherine Compton, Dritte wurde Katherina Nash aus Tschechien.
Hanka Kupfernagel legte mit einem sehr schnellen Start los und begeisterte das Publikum mit ihrer sicheren Fahrweise. Nach einem Sturz mehrerer Fahrerinnen, in dem auch Top-Favoritin Compton verwickelt war, konnte sich die deutsche Crosspezialistin etwas von ihren Konkurrentinnen absetzen. «Nach den Stürzen, wo ich gut durchgekommen bin, war mein Vorsprung nach der ersten Abfahrt schon so groß, dass ich mich leicht erschrocken habe und nicht genau wusste, ob ich weiter durchziehen oder warten soll. Damit habe ich mich aber selbst aus dem Rennen geschossen.», erklärte Kupfernagel direkt nach dem Rennen. Vos, Nash und kurze Zeit später auch Compton schlossen wieder auf. «In der zweiten oder dritten Runde hatte ich mich bei einem Sturz mit Marianne Vos etwas verhakt, wodurch Compton sich etwas absetzen konnte und als wir das Loch zufahren mussten, haben meine Beine nicht mehr so mitgemacht», so Kupfernagel.
Daraufhin machten Compton, Nash und Vos zusammen an der Spitze Tempo und konnten ihren Vorsprung etwas ausbauen. In der letzten Runde setzte die Niederländerin die entscheidende Attacke und baute schnell ein Polster von mehr als hundert Metern aus. Im Ziel hatte die 23-Jährige 17 Sekunden Vorsprung. «Alle Titel sind großartig, im Moment ist dieser der großartigste», sagte Vos.
Dahinter war es spannend bis zum Schluss, auf der mit vereisten Spurillen gespickten Strecke mussten sich die Fahrer sehr konzentrieren und der Vortag hatte gezeigt, dass auch kurz vor Schluss ein Reifendefekt alles ändern kann. Hanka gab auf den letzten zwei Runden alles und kam nochmal dichter an die Tschechin heran.
"Ich bin ganz schön enttäuscht. Es ist hier so eine fantastische Stimmung und es sind so viele Fans an der Strecke, da wär ich natürlich am liebsten aufs Podium gefahren, anstatt mit der Holzmedaille nach Hause zu gehen. Ich hatte mich heute morgen und auch die letzten Tage sehr gut gefühlt. Nur vor der Startphase hatte ich großen Respekt. Und dann hatte den besten Start des Jahres und habe nicht das Richtige daraus gemacht» ärgerte sie sich wohl am meisten über sich selbst.
Bundestrainer Patrick Moster resümierte «Wir fahren im Bereich unserer Möglichkeiten, das ist in Ordnung. Aber uns fehlt hier einfach das Quäntchen Glück, um den Heimvorteil ausnutzen zu können. Hanka Kupfernagel ist ein starkes Rennen gefahren und hat riesig gekämpft», .
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