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Heimspiel bei der Thüringen-Rundfahrt

25. Juli 2011

Hanka freute sich über die Atmosphäre, die Teamarbeit und gute Leistungen

Vom 18. bis zum 24. Juli ging es für Hanka in Thüringen wieder rund. Zusammen mit dem Horizon Fitness Team startete sie bei ihrem Heimspiel, der Thüringen-Rundfahrt.

Hanka an der Spitze des Feldes bei der Thüringen-Rundfahrt 2011Erstmals fand das traditionelle Etappen-Rennen über sieben Tage statt. Den Auftakt bildete in Jena der Prolog, ein Mannschaftszeitfahren über 3,8 Kilometer. Das Team Horizon Fitness holte in diesem Weltklassefeld von 16 Teams den achten Rang.

Auf der ersten Etappe rund um Gera über 120 Kilometer ging es gleich zur Sache. Hankas Teamkollegin Helen Wyman wagte einen Ausreißversuch und fuhr fast 50 Kilometer allein vor dem Feld. Erst neun Kilometer vor dem Ziel wurde die Engländerin eingeholt, Hanka kam beim Massensprint in ihrer Geburtsstadt als Sechste ins Ziel.

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Bei den folgenden Etappen zwei (Rund um Greiz/105,5 Km) und drei (Rund um Schleiz/144 Km)  zeigte sich Hanka immer sehr aktiv und attackierte oft, "aber so richtig weg lassen wollte mich auch keiner", war ihr Kommentar. Dafür hatte sie auf dem Weg nach Schleiz noch einen emotionalen Moment. An der Spitze des Feldes rollte sie an ihrem Elternhaus in Neustadt/Orla vorbei und konnte sich von ihren vielen Fans am Molbitzer Hügel feiern lassen.

Schon von einer aufkommenden Erkältung geschwächt, versuchte Hanka, die vierte Etappe (Rund um Zeulenroda Triebes/99 Km) mit möglichst wenig Kraftverlust über die Runden zu bringen und versteckte sich meist im Feld. Dabei ging es zweimal über den Dörtendorfer Berg, der aber nur der "Hanka-Berg" genannt wird und wo sie wieder von vielen Fans angefeuert wurde.

Vor der Rundfahrt hatte sich Hanka für das schwere Zeitfahren auf der fünften Etappe (Rund um Schmölln/19 Km) viel vorgenommen. Aber die Erkältung machte ihr hier einen Strich durch die Rechnung. "Ich habe mich schlecht gefühlt, trotzdem aber voll gekämpft. Über den zehnten Rang war ich am Ende doch enttäuscht", lautete Hankas Fazit, obwohl sie als viertbeste Deutsche einmal mehr zeigte, dass mit ihr zu rechenen ist. 

Auf der letzten Etappe (Rund um Altenburg/99,6 Km) gab Hanka noch einmal alles, attackierte gut drei Kilometer vor dem Ziel und feierte mit einem vierten Etappenrang einen versöhnlichen Abschluss. "Es war wie immer eine schöne Atmosphäre in Thüringen. Die tolle Zusammenarbeit mit dem Team sorgte auch dafür, dass wir jeden Tag irgendwie vorn vertreten waren."

Für Hankas Horizon Fitness-Teamkollegin Sarah Storey gab es am Ende noch eine besondere Ehrung. Die 33jährige Rennfahrerin aus Manchester bekam den Amy-Gillett-Gedächtnispreis für besondere Fairness und beispielgebendes Verhalten überreicht. Aufgrund einer Behinderung kann sie ihre linke Hand nicht benutzen und steuert ihr Bike deshalb mit einer Spezial-Vorrichtung am Lenker. "Die Thüringen-Rundfahrt war bislang die größte sportliche Herausforderung für mich. Ich bin stolz, diese so gut gemeistert zu haben", freute sich die Britin.

Hanka Kupfernagel - Heimspiel bei der Thüringen-RundfahrtHanka Kupfernagel - Heimspiel bei der Thüringen-Rundfahrt
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