News-Archiv
"Mein WM-Ziel kann nur Platz eins sein´"
30. Januar 2009
Hanka im Interview
Am Sonntag (1. Februar) hat Hanka Großes vor: Die Itera-Stevens-Fahrerin will bei der Radcross-WM in Hoogerheide (Niederlande) ihren Titel verteidigen. „Ich fühle mich topfit“, sagt die 34-Jährige.
Hallo Hanka, die wichtigste Frage vor dem WM-Rennen am Sonntag: Wie gut bist Du drauf?
Sehr gut. Ich habe hart trainiert in den letzten Wochen, deshalb habe ich mich zuletzt ab und zu ein wenig schwer getan. Aber mein Timing scheint zu passen, ich fühle mich körperlich topfit.
Ein wenig schwer getan? Du bist in den letzten Rennen deutsche Meisterin geworden, hast den Gesamtweltcup gewonnen und drei zweite Plätze belegt.
Du sagst es selbst: drei zweite Plätze! Ich finde, das genügt nun wirklich. Jetzt will ich wieder einen Platz weiter vorn – am liebsten gleich am Sonntag.
Die Titelverteidigung ist also Dein klares Ziel?
Ja. Ich denke, als Titelverteidigerin und Weltcupsiegerin kann nur Platz eins mein Ziel sein. Dafür habe ich mich in den letzten Wochen gequält. Ich kann mich doch nicht hinstellen und sagen: Ich will nur vorne mit dabei sein. Aber…
…aber?
Ich bin nicht die Einzige, mit großen Ambitionen. Meine Konkurrentinnen werden ähnlich denken.
Wen zählst Du zur härtesten Konkurrenz?
Katie Compton aus den USA, die Französinnen Maryline Salvetat und Christel Ferrier-Bruneau, Pavla Havlíková aus Tschechien, Helen Wyman aus Großbritannien und natürlich die Niederländerinnen Daphny van den Brand und Marianne Vos, die Heimvorteil haben.
Dennoch scheinst auch Du sehr gerne in den Niederlanden zu fahren.
Richtig – die Stimmung dort ist einfach großartig. Ich bin mir sicher, dass es einen Zuschauerrekord geben wird.
Das muss unheimlich motivierend sein.
Das ist es auch. Die Fans sind so nah dran, dass einen die Stimmung beflügelt. Ich habe aber noch eine zusätzliche Motivation: meine Eltern. Sie reisen extra aus Thüringen an.
Du weißt, wie sich so ein WM-Titel anfühlt. Kann so ein Triumph zur Routine werden?
Nein! Für mich wird ein WM-Titel nie zur Routine. Klar, die Erfahrung hilft einem auf der Strecke. Aber es kribbelt immer wieder aufs Neue.
Welcher Titel ist denn der schönere: Weltcupsiegerin oder Weltmeisterin?
Um Weltcupsiegerin zu werden, muss man über einen längeren Zeitraum konstant gute Leistungen bringen. Bei einer WM kommt es viel mehr auf Tagesform, äußere Einflüsse und Glück an. Aber ich möchte gar nicht entscheiden, was mir lieber ist. Ich habe mich über beide Triumphe gleich gefreut. Derzeit trage ich beide Titel – und ich werde alles dafür geben, dass dies auch am Sonntag nach dem Rennen noch der Fall sein wird.
![]() |
| (Zur Detailansicht bitte auf das Foto klicken.) |







