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Solo Sieg beim Scheldecross
18. Dezember 2010
Hanka Kupfernagel ein beeindruckender Triumph im Schnee
Antwerpen, der Scheldecross ist eines der jüngeren Querfeldein-Rennen mit bislang erst fünf Austragungen. Bei -4 Grad, Schnee und klarem Himmel konzentrierte sich im Vorfeld des Frauenrennes alle Aufmerksamkeit auf die amtierende Weltmeisterin Marianne Vos, die ihr Querfeldein-Debüt in diesem Winter gab - nachdem sie vor zwei Wochen noch am Bahn-Weltcup in Melbourne teilgenommen hatte. Eine andere stahl der Allrounderin jedoch die Schau: die vielfache und amtierende deutsche Meisterin Hanka Kupfernagel. Die 36-Jährige fackelte nicht lange und setzte sich in der ersten Runde an die Spitze, verbuchte bald einen mehrsekündigen Vorsprung vor den Konkurrentinnen. Vos gab das Tempo in der Verfolgergruppe an und reduzierte diese so lange, bis nur noch die belgischen Meisterin Sanne Cant an ihrer Seite fuhr. Im Sprint um Platz zwei ließ die Niederländerin im Regenbogentrikot Cant keine Chance - Platz eins aber war 7 Sekunden zuvor an Kupfernagel gegangen, die vor ca.1.000 Zuschauern ihren dritten Saisonsieg feierte. Vor einer Woche erst hatte sie den GP Wetzikon dominiert; zuvor war sie beim Cyclo-cross Nommay, einem ebenfalls erstklassigen Wettbewerb, erfolgreich gewesen. " Heute lief alles nach Plan! Ich bin sehr froh und stolz über diesen Sieg! In den letzten Wochen musste ich doch einiges aufholen, das erfordert viel Geduld - was nicht unbedingt meine Stärke ist." sagte die Fahrerin vom Stevens- Racing-Team nach der Siegerehrung im strahlenden Sonnenschein. Hinter der Tschechin Pavla Havlikova (+0:53) und der Britin Nikki Harris (+1:05) wurde Kupfernagels Landsfrau Sabine Spitz, die Weltklasse-Mountainbikerin und Olympiasiegerin, gute Sechste, wenn auch mit fast 2 Minuten Rückstand.
photos: (c) Paul Spooner
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