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Trotz Sturzpech: Hanka kämpft sich durch

30. Mai 2009

Emma Pooley siegt beim Weltcup in Montreal

Zum Start hatten sich Hanka und ihre rund 120 Mitstreiterinnen beim Weltcuprennen in Montreal bereits auf ein Regenrennen eingestellt, dann kam doch noch wie prognostiziert die Sonne heraus. Es ging gleich ab Kilometer 2 in den Hauptanstieg, der insgesamt elfmal zu bewältigen war.

Und kaum hatte das Rennen richtig begonnen, war Hankas Kämpfernatur schon gefragt. Der Grund: Kurz vor Ende des ersten Berges, kam sie durch eine Fahrerin vor ihr zu Fall. Zum Glück war Hanka nichts passiert, doch am Rad waren Lenker und Bremshebel verdreht. Beides konnte sie schnell beheben, doch dann musste sie auch noch das Vorderrad neu ausrichten. „So kam ich erst wieder aufs Rad, als auch der letzte Materialwagen vorbeifuhr. Das war ziemlich frustrierend, denn wir hatten noch nicht mal vier Kilometer zurückgelegt und für mich schien das Rennen schon vorbei zu sein“, schilderte Hanka den Vorfall nach dem Rennen.

Resigniert hat sie dennoch nicht – im Gegenteil. Zuerst holte sie zwei zurückgefallene Fahrerinnen ein, dann kämpfte sie sich mit ihnen zusammen Stück für Stück nach vorn. Weil das Tempo hoch war, schaffte sie es erst Mitte der zweiten Runde zum Hauptfeld aufzuschließen. Zwei weitere Runden konnte sie diese Position halten, bis am Berg wieder das Tempo forciert wurde und die große Gruppe auseinander fiel. Hanka konnte sich nochmals unter Aufbietung aller Kräfte zur zweiten Gruppe kämpfen, musste dann aber am sechsten Anstieg den Anstrengungen Tribut zollen.
 
Emma Pooley, die gleich am Start attackierte zog Runde um Runde scheinbar locker um den Kurs und gewann am Ende mit riesigem Vorsprung. „Ich kann mich gut daran erinnern, dass es bei mir schon ähnlich gut lief wie bei Emma. Aber das ist mein erster Saisonauftritt, ich bin noch am Anfang. Und ich kann mich darüber freuen, 70 Kilometer im vorderen Drittel der Weltspitze mitgehalten zu haben“, resümierte Hanka.

Dank modernster Technik wusste Hanka genau, wie es ihrem Körper ging: "Ich konnte das Rennen wunderbar am Netbook auswerten und sehen, welch intensive Belastung es für mich war. Die Aufzeichnungen meines CS 600 ergaben: Zwei Stunden im hohen "roten Bereich". Der Grund: Durch das Pech zu Beginn des Rennens gab es für mich keine Ruhephasen im Windschatten und so war  für mich der erste Wettkampf ziemlich hart. Außerdem zeigte uns die Herzfrequenzkurve, dass es auch richtig war das Rennen zu beenden, um keine Überbelastung zu provozieren. Schon am Montag beginnt die Tour of Montreal und da möchte ich so viele Rennkilometer wie möglich sammeln."

Hankas Blog zum Saisonstart in Kanada gibt es Hier

Foto: Stevens TL Mallorca

Hanka Kupfernagel - Trotz Sturzpech: Hanka kämpft sich durch
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