Presseartikel
Auch Hanka Kupfernagel beim Ruhrbike-Festival
25. Juni 2009 Der Westen
Der Westen
Irina Kalentieva hat eine starke Konkurrentin mehr
Heute in Cotbus, Sonntag in Wetter. Hanka Kupfernagel ist viel unterwegs in Deutschland. Nicht nur auf dem Rad, auch mit dem Auto. Am Sonntag startet die erfolgreichste deutsche Radsportlerin der vergangenen Jahre beim Ruhrbike-Festival auf dem Harkortberg.
An den Austragungsort des fünften Laufes der internationalen Mountainbike-Bundesliga hat die vielseitige 35-Jährige beste Erinnerungen. 2007 sicherte sie sich an gleicher Stelle die deutsche Meisterschaft. „Sie mag diesen Kurs, weil er schnell ist”, so Kay Obergfell aus dem Organisationsteam des Ruhrbike-Festivals. „Sabine Spitz zum Beispiel liebt dagegen eher technisch anspruchsvollere Strecken”.
Die Olympiasiegerin von Peking 2008, vor zwei Jahren DM-Zweite auf dem Harkortberg, zählt inzwischen zu jener Kategorie von MTB-Assen, die ohne ein vierstelliges Antrittsgeld nicht mehr zu verpflichten sind. „Das machen wir nicht mit, wir bleiben uns treu”, widerspricht dies laut Obergfell der Philosophie des Ausrichters.
Die Spitzenfelder sind deshalb relativ klein, aber fein. So hat die Olympiadritta von Peking, Irina Kalentieva, die Damenwertung der MTB-Bundesliga schon fünfmal - von 2004 bis 2007 viermal in Folge - gewonnen. In Wetter geht die 31-jährige Russin, die 2005 schon einmal auf dem Harkortberg siegte und 2007 den WM-Titel holte, am Sonntag um 12 Uhr als Favoritin auf die Strecke.
Hanka Kupfernagel betrachtet den Start in der Harkortstadt, zu dem sie sich kurzfristig entschied, dagegen mehr als Standortbestimmung. Heute geht die Straßenweltmeisterin im Zeitfahren von 2007 erst einmal in bei den deutschen Meisterschaften in Cotbus im Zeitfahren an den Start. Allerdings ohne große Ambitionen, nachdem sich die 35-jährige vor zwei Wochen bei einem Sturz in Kanada schmerzhafte Blessuren zuzog und mit dem Training pausieren musste. Dennoch gewann sie am vergangenen Sonntag den Ultra-Bike in Kirchzarten über 43 km (900 Höhenmeter).
„An das Ruhrbike-Festival hat Hanka gute Erinnerungen”, erläuterte gestern ihr Trainer Mike Kluge, selbst Ex-Weltmeister, warum seine Lebensgefährtin für Wetter nachgemeldet hat. „Wir betrachten den Start auch als Vorbereitung auf weitere Cross-Country-Rennen, welche das sein werden, das müssen wir mal sehen.”
Nicht auf der Starterliste zu finden ist Heike Hundertmark. Die gebürtige Hagenerin hat ihre sportlichen Aktivitäten aus Studiengründen stark zurückgeschraubt.
Auch bei den Männern sind heimische Starter bei den Lizenzrennen am Sonntag dünn gesät. Im Fokus der MTB-Asse von Zee Aylienz und Tretlager Wetter steht der Mountaibike-Marathon am Samstag ab 11 Uhr. Gegen 13 Uhr wird der Sieger auf dem Harkortberg erwartet.
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