Presseartikel
Zeitfahr-Experiment
24. Juni 2009 Ostthüringer Zeitung
Ostthüringer Zeitung
Titelverteidigerin Hanka Kupfernagel startet zur DM mit minimaler Vorbereitung
Denzlingen. Die beiden Cuts, die sich Hanka Kupfernagel bei einem Zusammenprall mit einer Kontrahentin zur Radrundfahrt in Kanada zugezogen hatte, sind noch zu erkennen.Doch inzwischen fühlt sich die 2007er Zeitfahr-Weltmeisterin nach einer fünftägigen Zwangspause nicht mehr wie eine angeschlagene Boxerin. Am Freitag nimmt sie zur Deutschen Meisterschaft im Zeitfahren in Cottbus die 30-Kilometer-Distanz als Titelverteidigerin in Angriff. Ohne allzu große Erwartungen. Denn in Nordamerika war Hanka Kupfernagel erst in die neue Saison gestartet.
"Hanka hatte schon ernsthaft den Sinn ihrer Teilnahme in Cottbus angezweifelt", verrät ihr Trainer und Lebensgefährte Mike Kluge. "Ich sehe es als Experiment", ergänzt Hanka Kupfernagel, "was mit einer minimalen Vorbereitung bei so einem Wettkampf möglich ist."
Der Ausgang der Titelkämpfe dürfte für die Olympia-Elfte eine untergeordnete Rolle spielen. Denn der WM-Kurs am 23. September in Mendrisio ist nicht mit dem in der Lausitz zu vergleichen.
In der Schweiz will es die Thüringerin wieder wissen. Dabei war die fünfmalige Weltmeisterin aus dem Nationalkader ausgebootet worden. Doch der neue Bundestrainer Thomas Liese will offenbar auf die Allrounderin nicht verzichten. Nicht umsonst hatte der Leipziger die 35-Jährige mit nach Kanada genommen. Bei der Tour du Grand Montreal gewann Hanka Kupfernagel die Schlussetappe im Spurt. Zur Tour de Pei war sie Auftaktdritte. Am dritten Tag dann der Sturz.
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