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Mega-Sports - Erfolgsgeschichte ohne Ende

26. APRIL 2009

Erschienen in: Der Westen

Schon Wochen vor dem Termin waren alle Startplätze vergeben. „Selbst dem Deutschen Seniormeister, der sich kurzfristig anmelden wollte, mussten wir schweren Herzens absagen”, erklärte Heinz Krischer vom SC Hagen-Wildewiese. „Aber mehr war einfach nicht zu machen.”

Zum ersten Mal wurde das Starterfeld in zwei Blöcke geteilt. Um 10.45 Uhr stiegen am Samstag die 100- und 55-km-Fahrer in die Pedalen, eine Viertelstunde später die „ruhigeren Hobbyfahrer”. Heinz Krischer: „Eine Lösung, die sich sofort bewährt hat.”

Die Profis starteten gleich mit hohem Tempo, zogen dann in einer steilen Kurvenlage die „Silmecke” fast ohne Tempoverlust hinauf, denn noch war für sie alles ein Kinderspiel. Auf der vor ihnen liegenden 100 km langen Strecke mussten sie anschließend auf kurzen Distanzen Höhenunterschiede von bis zu 150 Metern überwinden. Insgesamt kletterten sie 600 Meter in die Höhe, um diese bei steilen Abfahrten wieder zu verlassen. 19 Grad zeigte das Thermometer, doch die gefühlte Temperatur vor allem an den Steigungen war viel höher.

Dem Niederländer Ramses Bekkenk scheint diese Strecke zu liegen: Zum dritten Mal hintereinander gewann er mit beachtlichem Vorsprung das Rennen. Einen ebenso großartigen Erfolg errang die fünfmalige Mountainbike-Weltmeisterin Hanka Kupfernagel auf dem Tandem.

Die Idee, mit dem Tandem am Marathon teil zu nehmen, kamen ihr und ihrem Partner, der „Bike-Ikone” Mike Kluge, bei einem Foto-Shooting. Terminschwierigkeiten verhinderten jedoch den gemeinsamen Start. In einem deshalb eigens angesetzten Wettbewerb gewann dann Hobbyfahrer Peter Rademacher die Mitfahrt als nachträgliches Geschenk zum 50. Geburtstag. Üben konnten die Fahrer nicht und das Geburtstagskind saß noch nie zuvor auf einem solchen Gefährt. Trotz aller Schwierigkeiten fuhr das Team bis zum Schluss - wenn auch außer Wertung - ganz vorne mit. „Die Unterarme schmerzen ein wenig vom nötigen Ausgleichen, aber ansonsten war es toll!”, schwärmt Hanka Kupfernagel. Und Peter Rademacher erklärt: „Da braucht man volles Vertrauen, wenn man hinten sitzt, wäre es nicht Hanka gewesen, ich hätte mich erst gar nicht beworben. Aber mit ihr war es super!”

Der gestrige Sonntag stand ganz im Zeichen des Bike-Biathlons, den nach hartem Kampf das Team „BMW Lange” mit Steffen Bratscher (Biathlet) und Sebastian Kramer (Biker aus Sundern-Hagen) für sich entschied. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten das „Soreptaler Team” (Ralf Klauke/Jonas Struff) und Mareen Hammerschmidt/Jens Schwedler.

Neben dem Rennen konnten die Besucher an beiden Tagen große Sprünge auf kleinen Rädern bewundern und für diejenigen, die diese Kunststücke noch nicht wagten, stand eine Übungsstrecke zur Verfügung. Die Verkehrswacht führte u.a. vor, dass selbst ein rohes Ei in einem Helm beim Sturz nicht zerbricht und auch vom Bogenschießen waren die Besucher angetan.

Das Highlight beim Rahmenprogramm war jedoch der Jedermann-Biathlon. Auf einem Spinnig-Bike fuhren die Teilnehmer einen Abschnitt der Tour de France und mussten anschließend fünffach ihre Treffsicherheit am Lasergewehr zeigen.

Hanka Kupfernagel - Mega-Sports - Erfolgsgeschichte ohne Ende
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